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Überwachungskameras für Kaninchen und andere Kleintiere

Überwachungskameras für Kaninchen und andere Kleintiere

Wer möchte nicht wissen, was das eigene Haustier – egal ob Kaninchen, Hund, Katze oder Wellensittich – macht, wenn man nicht zu Hause ist. Manchmal ist es auch wichtig, dass man weiß wie es dem Tier geht. Beispielsweise wenn das Tier krank ist und man nicht zu Hause sein kann. Um in solchen Situationen auf dem aktuellen Stand zu bleiben, ist eine Überwachungskamera sinnvoll. Im Artikel werden die wichtigen Kriterien, die eine Kamera erfüllen sollte zusammengefasst und hilfreiche Tipps bei der Kaufentscheidung gegeben.

Was sollte die Kamera können?

Kamera ist nicht gleich Kamera. Wenn man sich nur das Angebot bei Amazon anschaut, finden sich zahlreiche Modelle, welche aber keinesfalls alle für die oben beschriebenen Zwecke zu empfehlen sind. Aber auf was muss man beim Kauf achten?

Zunächst solltest du folgende Fragen beantworten können:

  • Willst du von unterwegs auf die Kamera zugreifen können?
  • Willst du nur Livebilder sehen oder auch Aufzeichnen?
  • Ist das zu überwachende Gebiet verwinkelt oder gut einsehbar?
  • Ist das zu überwachende Gebiet draußen oder drinnen?
  • Willst du auch bei Dunkelheit sehen, was deine Schützlinge treiben?
  • Welches Budget steht dir zur Verfügung?

Wenn du all diese Fragen beantworten kannst, kannst du die Auswahl der Produkte schon wesentlich einschränken. Im Folgenden findest du eine Liste von Funktionen, die die Geräte je nach Modell mitbringen oder nicht:

  • Kamera ist schwenkbar: Speziell wenn der Raum oder das Gebiet, welches du einsehen möchtest nicht schnurgerade verläuft, sollte deine Kamera die Möglichkeit des Schwenkens mit sich bringen. Hier unterscheidet man noch Geräte, welche beispielsweise über eine App auch von entfernten Punkten ferngesteuert werden können und Geräten, welche lediglich eine flexible Montageeinrichtung haben, auf welcher man sie manuell drehen und wenden kann.
  • Kamera kann an der Decke montiert werden, das Bild lässt sich spiegeln: Da die meisten Haustiere Bodenbewohner sind, ist es sinnvoll die Kamera an der Decke zu montieren. So hat man das größtmögliche Sichtfeld beim Schwenken und Drehen der Kamera. Dazu ist es wichtig, dass man das Bild spiegeln kann. Andernfalls steht alles auf dem Kopf.
  • Kamera ist witterungsbeständig: Für den Einsatz im Außenbereich gibt es spezielle Kameras. Diese sind etwa besonders gegen Feuchtigkeit und Wind geschützt.
  • Zugriff auf Kamera mittels Smartphone: Nicht alle Kameras haben die Möglichkeit, dass man von weit entfernt mit dem Smartphone auf das Livebild zugreifen kann oder sogar die Kamera schwenken kann. Damit dieser Zugriff möglich ist, muss die Kamera mit dem Internet verbunden sein. Man spricht dann von einer IP- oder WiFi-Kamera.
  • Kabellose Verbindung zum Internet: Nicht alle Kameras unterstützen WLAN. Wenn man allerdings nicht die Möglichkeit, zum zukünftigen Aufstell-Ort ein Ethernet-Kabel zu verlegen, so sollte die Kamera eine Wireless-Funktion mit sich bringen.
  • Speichergröße der Kamera: Die meisten Kameras haben keinen internen Speicher sondern können durch eine SD-Karte erweitert werden. Je nachdem, wie viel man aufzeichnen möchte, sollte die Kamera entsprechend große Speicherkarten zulassen. (Vergleichswert: Mit einer 64 GB Speicherkarte kann man ungefähr24 h Video in geringer HD Auflösung aufnehmen). Wegen Langlebigkeit und Preis sind hier die SD-Karten von SanDisk zu empfehlen. Informiere dich vor dem Kauf einer solchen Karte, ob die Kamera mit der Speichergröße kompatibel ist.
  • Alarmfunktion: Viele der Kameras wurden ursprünglich zur Überwachung der Wohnräume entworfen um im Zweifelsfall Einbrecher abzuschrecken bzw. im Nachhinein Hinweise auf deren Vorgehen zu erhalten. Manche Kameras können einen Alarm aussenden, wenn Sie eine Bewegung im Sichtfeld registrieren (etwa per Alert oder Email). In den meisten Fällen ist die für die Beobachtung von Tieren eher sinnlos, da sie sich ohnehin oft bewegen. Man kann diese Funktion aber auch ausschalten.
  • Nachtsichtfunktion: Die Kamera sollte eine Nachtsichtfunktion besitzen. Damit lassen sich auch bei völliger Dunkelheit die Haustiere beobachten.

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  • Sprech- und Audioaufnahme Funktion: Nicht alle Kameras zeichnen Ton auf. Einige Modelle bieten zudem die Möglichkeit, auch Ton wiederzugeben. Mit dieser Funktion kann man beispielsweise mit den kleinen Lieblingen sprechen. Dennoch sollte man bedenken, dass die Stimme durch die mindere Qualität verzerrt ist und das Tier diese vermutlich nicht erkennt. Man sollte das Tier auch nicht zu sehr verstören.

Man sollte sich also genau überlegen, welche Funktionen notwendig sind und welche nicht. Andernfalls bezahlt man natürlich mehr Geld. Spart man an der falschen Stelle, so ist dann möglicherweise die Technik nicht gut.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Wenn man genau weiß, welche Funktionen die Kamera haben soll und welchen Anforderungen sie genügen muss, so kann man sich auf die Suche begeben (am Ende des Artikels wird auch eine Kamera empfohlen). Informationen über die folgenden Kriterien finden sich oft in Nutzerbewertungen wieder.

  • Auflösung: Die meisten Kameras nehmen mittlerweile in HD Qualität auf. Für fast alle Zwecke sollte dies ausreichen. Hat man höhere Anforderungen, sollte man bei diesem Kriterium genauer hinsehen.
  • Sichtweite im Nachtmodus: Auch wenn viele Kameras bereits mit einem Nachtmodus geliefert werden, unterscheiden sie sich in der Sichtweite. Hier kommt es darauf an, wie viele Infrarot LEDs vorhanden sind und wie stark sie ausleuchten.
  • Geräuschpegel bei Bewegung: Speziell billige Kameras neigen zu kratzenden Geräuschen, wenn man sie fernsteuert. Da fast alle Haustiere sehr gute Ohren haben, schreckt man sie bei Bewegung auf. Wenn man bedenkt, dass in der eigenen Wohnung in deiner Abwesenheit absolute Stille herrscht, dann kann man sich leicht vorstellen, dass sich bspw. Kaninchen oder Hund schnell erschrecken. Bei nachtaktiven Tieren wie Hamstern stört man damit den Tagschlaf.
  • Kompatibilität mit Betriebssystem: Die Software, mit der die Kamera installiert und gesteuert wird, muss natürlich mit dem genutzten Gerät kompatibel sein. So sollten iPhone Nutzer darauf achten, dass es eine passende App für iOS gibt, während Android-Nutzer die richtige App im Google Play Store finden sollten.

Empfehlung: HiKam Q7

In eigenen Tests und unter Haustierbesitzern hat sich die HiKam Q7 des deutschen Anbieters High Infinity Germany als praktikables Modell erwiesen. Mit einem Preis zwischen 80 € und 90 € ist sie durchaus erschwinglich und rangiert in der Mittelklasse. Sie ist für den Inneneinsatz geeignet, ist per App steuerbar und kann auch bei Dunkelheit zufriedenstellende Bilder liefern. Merkmale der HiKam Q7:

 

  • Horizontale Rotation: 360 °
  • Vertikale Rotation: 120 °
  • Sehr einfach einzurichten (Installation der App, Verbindung mit Router)
  • iOS und Android App (ACHTUNG: Derzeit keine Unterstützung von Windows Phones) – Zugriff also von überall auf der Welt, wo es Internet gibt
  • Gegensprechfunktion
  • Alarmfunktion
  • Nachtsichtmodus
  • Auflösung: 1 Megapixel (720p)- völlig ausreichend


Ein kleiner Hinweis: Da die Kamera auch Audio aufnimmt, scheint es zunächst so, als wäre sie recht laut, wenn man sie mittels App bewegt. Dies ist allerdings dem Umstand zu schulden, dass das Mikrofon direkt an der Kamera ist. Die Geräusche sind also in Wahrheit nicht so laut.

Hier noch ein paar Aufnahmen der Q7 Kamera:

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