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Heu & Stroh für Kleintiere – Das musst du wissen!
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Heu & Stroh für Kleintiere – Das musst du wissen!

Heu – das tägliche Brot der Kleintiere

Kleintiere, wie Kaninchen oder Meerschweinchen, brauchen Heu wie Menschen ihr tägliches Brot. Allerdings sollte Heu auch nicht als Alleinfutter herhalten, sondern als Reserve jederzeit bereit stehen.

Generell sollte Frischfutter sowie frisches Heu  jederzeit zur freien Verfügung stehen. Das ist besonders bei Kaninchen wichtig, denn ihr Verdauungssystem funktioniert völlig anders als bei Menschen. Sie haben keine ausgeprägte Magen-Darm-Muskulatur, das erschwert den Transport des Nahrungsbreis im Darm. Durch ständigen Nachschub von frischer Nahrung wird dieser Transport erleichtert und die Verdauung in Gang gehalten. Bekäme ein Kaninchen nur Fertigfutter, dann nähme es zwangsläufig zu viele Nährstoffe auf und würde in der Folge stark übergewichtig.

 

Das macht gutes Heu aus

Gutes Heu ist mehr als nur getrocknetes Gras, es enthält viele verschiedene Grassorten und auch Wildkräuter. Je höher der Anteil an Wildkräutern und Leguminosen (kleeartigen Futterpflanzen) ist, desto hochwertiger ist das Heu. Zu den Leguminosen gehören zum Beispiel Rotklee und Luzerne, sie liefern wertvolles Eiweiß. Auf einer Wiese können zahlreiche verschiedene Kräuter wachsen, wie zum Beispiel Löwenzahn, Ringelblumen, Schafgarbe, Spitz- und Breitwegerich oder auch Kornblumen. Sie alle gelangen beim Mähen mit ins Heu und liefern wertvolle Vitamine und Mineralien für die Ernährung von Kleintieren.

Eine erste Information über die Qualität geben Geruch und Farbe des Heus. Frisches Heu ist relativ grün und riecht würzig. Altes oder verdorbenes Heu ist grau und riecht muffig, im schlimmsten Fall sogar nach Schimmel. Solches Heu solltet Ihr auf gar keinen Fall verfüttern. Es führt zu ernsthaften Verdauungsbeschwerden oder gar zum Tod Eures Tieres.

Heu wird mehrmals im Jahr geschnitten. Der erste Schnitt erfolgt im Mai oder Juni. Je später der Zeitpunkt liegt, desto mehr Kräuter und Fruchtstände sind im Heu enthalten. Generell ist das Heu des ersten Schnittes gröber und reicher an Rohfaser als später geschnittenes Heu. Das sorgt für den nötigen Zahnabrieb. Das Heu aus dem zweiten Schnitt ist feiner und grüner. Es enthält weniger Grasbestandteile und mehr Kräuter und Blätter. Dadurch ist es nährstoff- und proteinreicher als das Heu des ersten Schnittes.

Strohhaufen

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Ist Stroh die beste Einstreu?

Wie bei vielen anderen Dingen auch entscheidet vor allem die Vorliebe des Tierhalters über die Einstreu bei Kleintieren. Der größte Vorteil von Stroh als Einstreu ist sicher der Preis. Aber auch andere Kriterien sprechen dafür. Stroh muss nicht in irgendeiner Form verarbeitet werden, damit Ihr es als Einstreu im Kleintiergehege verwenden könnt. So wie es vom Feld kommt, ist es einsatzbereit. Dabei gehört es nicht nur in die Kloschale, die regelmäßig gesäubert werden sollte, sondern vielleicht auch in die Ruheecke des Tieres. Denn auch Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und andere Kleintiere liegen gern weich. Das Stroh sollte unbedingt sauber sein, denn oft wird davon genascht. Weitere positive Aspekte von Stroh sind die Saugfähigkeit und die wärmedämmenden Eigenschaften.

Auch bei Stroh gibt es große Qualitätsunterschiede. Frisches Stroh sollte nach Kornfeld duften und nicht grau sein. Es ist möglichst staubfrei und enthält keine Erdbrocken oder sonstige Fremdstoffe. Je kleiner Eure Tiere sind, desto feiner darf das Stroh geschnitten sein. Ein Hamster tut sich schwer, wenn er mit langen Strohhalmen zu kämpfen hat. Eine große Rolle spielt auch die Getreideart, von der das Stroh stammt. So ist Gerstenstroh viel weicher als Weizenstroh. Es wird gern auch zum Nestbau verwendet. Ihr könnt es schon an der gelben Farbe und seinem Glanz erkennen.

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