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Hamsterrad kaufen – Auf was muss man achten?
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Hamsterrad kaufen – Auf was muss man achten?

Wir wollen uns mit diesem Artikel damit auseinandersetzen, ob ein Hamsterrad sinnvoll ist und wenn ja, auf was man beim Kauf eines Hamsterrades achten sollte.

Braucht ein Hamster überhaupt ein Laufrad?

Hamster haben von Natur aus einen sehr hohen Bewegungsdrang. Wild lebende Hamster laufen jede Nacht mehrere Kilometer durch ihr Territorium. Genügend Auslauf könnt ihr einem Hamster bei euch zu Hause also kaum bieten, höchstens, wenn euer Hamster jede Nacht in der ganzen Wohnung herumtollen dürfte. Aber auch das wäre problematisch: Unbeaufsichtigt kann der Hamster sich irgendwo einklemmen oder etwas annagen, was er besser nicht angenagt hätte (Stromkabel). Ein Laufrad ist also die einzige Möglichkeit für euren Hamster, seinen Bewegungsdrang voll auszuleben. Jeder Hamster sollte ein geeignetes(!) Laufrad zur Verfügung haben.

Es gibt Hamsterhalter, die strikt gegen Laufräder sind. Die häufigsten Gegenargumente sind “Der Hamster wird süchtig danach und läuft nur noch stupide darin herum” und “Laufräder sind gefährlich, der Hamster kann sich daran verletzen”. Dass Hamster eine Laufsucht entwickeln, konnte wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Wenn Hamster ein schlecht eingerichtetes Gehege haben, in dem es nichts zu tun und zu entdecken gibt, dann laufen sie tatsächlich nur in ihrem Rad. Aber das heißt, dass sie in einer reizarmen und falschen Umgebung leben müssen. Dann ist nicht das Laufrad schuld, sondern das Hamstergehege muss besser eingerichtet werden. Es ist allerdings richtig, dass viele handelsübliche Laufräder für Hamster gefährlich sind. Deswegen müsst ihr für euren neuen Freund das richtige Laufrad aussuchen.

So muss ein Laufrad aussehen

Die meisten Laufräder, die ihr im Handel finden werdet, sind unbrauchbar und sogar tierschutzwidrig. Nehmt euch also bitte entsprechend Zeit und beachtet die folgenden Punkte:

Die Mindestgröße für ein Zwerghamster Laufrad liegt bei 20 cm Durchmesser, für Mittelhamster bei 25-30 cm (siehe Größen- und Alterstabelle). Viele sogenannte Hamster-Laufräder sind einfach zu klein, was dazu führt, dass der Hamster seine Wirbelsäule beim Laufen zu sehr “biegt” das wiederum kann zur Verkrümmungen der Wirbelsäule führen. Der Hamster soll mit geradem Rücken in dem Rad laufen können. Wenn euer Hamster eher leicht ist, darf das Rad nicht zu schwergängig sein, damit er es gut bewegen kann. Außerdem muss sich das Rad gut anhalten lassen. Für schwere Hamster besonders darauf achten, dass das Rad stabil ist, nicht umkippen oder aus der Halterung gerissen werden kann.

Die Lauffläche muss geschlossen sein. Leider sind Laufräder mit einer Lauffläche aus Sprossen oder Speichen sehr häufig im Handel zu finden. Darin kann der Hamster sich einklemmen und verletzen.

Auch Räder mit dem sogenannten Schereneffekt sind immer noch nicht vom Markt verschwunden. Hier läuft das Rad so an dem Standfuß oder einer Querstrebe vorbei, dass es auf einen eingeklemmten Hamster wie eine Schere wirken und zu schlimmen Verletzungen führen kann.

Hamster fühlen sich unsicher, wenn das Laufrad zu beiden Seiten offen ist. Die Rückseite sollte geschlossen sein, und zwar komplett. Besteht sie aus einem Gitter, kann der Hamster daran hochklettern und abstürzen oder sich einklemmen.

Nach Möglichkeit sucht ihr ein Laufrad aus, das nicht zu viele vorstehende Kanten hat, die zum Knabbern einladen. Verschluckte Plastiksplitter können sehr gefährlich werden. Falls euer Hamster ein besonders fleißiger Nager ist, könnt ihr es mit einem Laufrad aus Holz probieren, die sind im Handel allerdings selten.

Zusammenfassend noch einmal die Auswahlkriterien:

  • Größe (Durchmesser nicht zu klein)
  • Art der Lauffläche (muss geschlossen sein)
  • Bauweise (ohne Schereneffekt, eine Seite geschlossen)
  • keine scharfen Kanten (Verletzungsgefahr)

Also nehmt euch bitte die Zeit und wählt ein vernünftiges Laufrad, an dem sich die Tiere nicht verletzen können. Achtet auch darauf, dass neben dem Laufrad genügend Platz im Gehege ist, um den Bewegungsbedarf des Hamsters auch anderweitig erfüllen zu können.

Empfehlungen für Hamsterräder

  • Kleine Hamster
  • Mittlere & große Hamster

Hier noch ein Beispiel, wie das Hamsterrad NICHT aussehen sollte:

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Dieses Hamsterrad ist gefährlich und darf so nicht im Gehege genutzt werden! (Quelle: Th. Reinhardt / pixelio.de)

Wie man leicht sieht, kann der Hamster ganz leicht durch die Speichen rutschen, dem Schereneffekt wird hier gute Vorarbeit geleistet und weiterhin scheint es nicht stabil zu sein. Also Hände weg davon!

 

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