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Hamstergehege einrichten – die wichtigsten Punkte
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Hamstergehege einrichten – die wichtigsten Punkte

Bevor ein Hamster bei euch einzieht, müsst ihr ihm ein Gehege aufstellen und dieses entsprechend einrichten. Verlasst euch bitte nicht auf die Werbeversprechen von Zoo-Läden und Online Shops. Oft werden hier Produkte angepriesen, welche letztendlich nicht gut oder sogar gefährlich für euer Tier sind. Sie sehen zwar meist ansprechend aus, bestehen jedoch oft aus ungeeigneten Materialien. Was es bei der Einrichtung des Hamstergeheges zu beachten gibt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

Die richtige Gehegegröße wählen

Hamster sind sehr bewegungsfreudige Tiere. Werden sie in Gefangenschaft gehalten, muss ihnen ausreichend Platz zur Verfügung stehen, damit sie sich wohl fühlen. Die als Hamsterkäfig beworbenen Modelle sind im Handel sind fast immer zu klein. Aquarien stellen keine Alternative dar, da in ihnen kein ausreichender Luftaustausch stattfindet. Entweder entscheidet ihr euch deshalb für eine Zimmervoliere oder ihr baut das Gehege selbst. Oft werden auch fertige Möbel (z.B. die eines bekannten Möbelhauses aus dem Norden Europas) als Grundlage genommen und diese entsprechend angepasst (z.B. Verglasung, Gitter, Boden Abdichten, …). Das Hamstergehege sollte wenigstens eine Grundfläche von 1qm haben – umso größer, umso besser. Man sollte auch etwas Platz nach oben einplanen um genügend Raum für Haus und Gegenstände zur Beschäftigung des Tieres zu haben. Gegebenenfalls kann man auch eine zweite Ebene einzubauen. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass keine Gefahr durch Abstürzen oder Verklemmen für das Tier besteht. Stellt das Gehege an einem ruhigen und windgeschützten Platz auf.

Ausreichend Einstreu einfüllen

Die Einstreu im Gehege hat zweierlei Funktion. Sie bindet Verschmutzungen und sie dient dem Hamster zum Verstecken. Gebt also die Einstreu großzügig in das Hamstergehege. Euer kleiner Vierbeiner wird ordentlich darin buddeln und sich unterirdische Gänge graben. Verwendet kein Zeitungspapier oder Katzenstreu. Wenn der Hamster diese frisst, können seine Verdauungsorgane verstopfen. Außerdem ist die Druckerschwärze giftig, eurer Tier würde krank werden. Entscheidet euch besser für Kleintierstreu, die es im Zooladen zu kaufen gibt. Falls ihr zu Allergien neigt, könnt ihr stattdessen Hanfeinstreu oder Buchengranulat verwenden. Sie entwickeln kaum Staub und sind deshalb im “Handling” etwas besser. Wenn ihr eurem Tier zudem ein wenig Gartenerde anbietet, kommt ihr seinen natürlichen Bedürfnissen schon recht nah (Achtung: In der Erde darf kein Kunstdünger sein). Wenn es in der Erde buddelt, wetzt es sich gleichzeitig seine Krallen ab. Wenn ihr außerdem Heu und Stroh in das Gehege gebt, fühlt sich euer Hamster wie im Paradies. Dass ihr die Einstreu regelmäßig austauschen müsst, dürfte klar sein. Sonst breiten sich Keime aus, die euren Hamster krank machen würden. Hamster freuen sich natürlich auch, wenn sie neben der Einstreu noch andere Materialien wie Heu und Stroh oder Sand zur Verfügung haben.

 

Sandbad für die Fellpflege aufstellen

Hamster reinigen ihr Fell selbst, indem sie sich ausgiebig in feinem Sand wälzen. Die kleinen Sandkörnchen gelangen so bis auf ihre Haut, wo sie eventuell vorhandene Parasiten abschmirgeln. Stellt eurem Tier also unbedingt ein Sandbad zur Verfügung, das ausreichend Platz bietet. Entweder verwendet ihr einen großen Blumenuntersetzer oder ihr nehmt eine anderweitige Schale. Achtet darauf, dass diese einen möglichst hohen Rand besitzt, damit sich der Sand nicht bis in euer Zimmer verteilt. Ihr müsst eurem Hamster eventuell eine Rampe anbieten, damit er das Badegefäß besteigen kann. Beim Sand kann es sich um Vogel- oder Chinchillasand handeln.

Empfehlungen für Sand aufklappen

Empfehlungen für Sand aufklappen

 

Gefäße für Futter und Wasser gehören zur Grundausstattung

Besorgt euch einen Kleintiernapf, der sich gut reinigen lässt und an die Größe eures pelzigen Freundes angepasst ist. so dass er gut an sein Futter kommt. Besonders geeignet sind Modelle aus Keramik. Sie sondern keine Ausdünstungen ab. Auch einen Wassernapf mit stets frischem Wasser müsst ihr eurem kleinen Freund anbieten. Alternativ wählt ihr eine Tränke (Achtung: Trinkflaschen und ähnliche Konstruktionen sind nicht zu empfehlen, da sie zum einen für das Tier unbequem, zum anderen schlecht zu reinigen sind). Achtet beim Kauf auf Qualität.

Hamsterhaus dient als Schlafplatz

Hamster sind nachtaktive Tiere. Tagsüber schlafen sie meist. Dazu ziehen sie sich in ihr Hamsterhaus zurück. Verwendet keine Kunststoff-Häuser. Zwar lassen sich diese gut reinigen, sie halten jedoch keine Geräusche fern und können eurem Tier gefährlich werden. Wenn es am Kunststoff-Haus nagt, können gefährliche Splitter entstehen. Holzhäuser dämmen hingegen gut und sind zudem äußerst gemütlich. Natürlich könnt ihr so ein Haus auch selbst basteln. Wenn ihr eurem Hamster viel Komfort bieten wollt, baut ihr eines mit verschiedenen Kammern, die untereinander verbunden sind. Wundert euch nicht, wenn euer Tier einen Teil der Einstreu in sein Häuschen schleppt, um dieses gut auszupolstern. Das ist völlig normal. In der Natur legen Hamster auch verschiedene Kammern zu verschiedenen Zwecken an. (Achtung: Bietet keine Hamsterwatte aus dem Zooladen an. Falls euer Hamster diese verschluckt, könnte sie sich in seinen Därmen verfangen)

Empfehlungen für's Hamsterhaus aufklappen

Empfehlungen für's Hamsterhaus aufklappen

 

Bei Laufrädern auf Sicherheit achten

Ein Laufrad ist für die Beschäftigung eures Hamsters ideal. Allerdings müsst ihr beim Kauf auf Sicherheit achten. Einige Laufräder sind so konzipiert, dass sich euer Tier zwischen den Stäben einklemmen kann. Diese nehmt ihr auf keinen Fall. Achtet außerdem auf eine ausreichende Größe, damit sich euer Hamster ergonomisch bewegen kann (weiterführende Tipps zum richtigen Hamsterrad). Weiterhin könnt ihr eurem Hamster ein Tunnelsystem zur Verfügung stellen, in dem er sich bewegen kann. Es sollte gleich mehrere Ausgänge besitzen und aus einem luftdurchlässigen Material bestehen. Ihr braucht hierfür nicht viel Geld ausgeben. Bastelt einen Tunnel aus Toilettenpapierrollen oder stellt Teile von ausgehöhlten Baumstämmen auf. Lasst eurer Kreativität ruhig freien Lauf.

 

Die wichtigsten Punkte in Kürze:

  • Gehegegröße: mind. 1qm Grundfläche, mind. 70cm hoch
  • Einstreu: z.B. Kleintierstreu, gern verschiedene Materialien wie Heu und Stroh
  • Sandbad: sehr wichtig für Hamster, optimal geeignet ist Chinchilla Sand
  • Fressnapf und Tränke: sollte selbstverständlich sein, am besten aus Keramik
  • Hamsterhaus: mehrere Kammern, nicht aus Kunststoff, ausreichend groß
  • Laufräder und Beschäftigungen: möglichst wenig Kunststoff, nicht jedem Werbeversprechen Glauben schenken

 

 

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